Status quo IT-Sicherheit

Einst waren Hacker insbesondere damit beschäftigt, sich und ihrer Umwelt zu beweisen, wie sie in abgesicherte Netze eindringen können. Heutzutage sind Hacker vielmehr damit beschäftigt, ihre Fähigkeiten zu nutzen, um geheime Formeln, Konstruktionspläne sowie andere kritische Daten auszuspionieren. Im Worst Case können sie sogar Kritische Infrastrukturen lahmlegen. Mit digitaler Spionage lassen sich gegenwärtig enorme Gewinne erzielen. Im Gegensatz dazu stehen die verhältnismäßig milden Strafen. Dies lässt diese Szene zweifelsohne immer größer und professioneller werden. Aber hinter den Cyberangriffen stehen nicht mehr nur einzelne Personen, inzwischen sind es auch kriminelle Gruppen, Unternehmen und sogar Staaten. Die Vereinheitlichung der Netze auf das Internetprotokoll macht es Angreifern leicht, Malware zu verbreiten, da sie sich nur noch auf ein Protokoll konzentrieren brauchen. Das Potential für Cyberattacken wird durch die Digitalisierung aller Geschäftsprozesse sowie der hohen Anzahl an Menschen mit Internetzugang im Vergleich zu vor 10 Jahren stark begünstigt. Ferner steht das Thema IT-Sicherheit in Unternehmen auf der Agenda relativ weit unten. Gründe dafür sind unter anderem, dass IT-Sicherheit den Unternehmen keinen direkten Mehrwert liefert, die Produkte und Dienstleistungen für die Kunden zu teuer werden könnten und Markteintrittsbarrieren durch verzögerte Produktentwicklung während der Implementierung von IT-Sicherheitslösungen entstehen. In Zukunft wird aber IT-Sicherheit im Top-Management strategisch wichtiger, denn mit ständig kompromittierten Kundendaten in die Schlagzeilen zu geraten, wird jedem Unternehmen einen Vertrauensverlust bei Kunden und einen Umsatzeinbruch einbringen. Phising-Attacken auf Mitarbeiter steigen auch künftig weiter an und werden durch die Trends wie Cloud Computing und Mobility begünstigt.

http://www.computerwoche.de/security/2500724/

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