EU-weite Richtlinie zur Meldepflicht von Hackerangriffen

Die EU-Kommission will bereits in den kommenden Monaten rund 44.000 Unternehmen dazu verpflichten, größere Angriffe auf ihre Kritische Infrastruktur den nationalen Behörden zu melden. Insbesondere die Finanz-, Energie-, Gesundheits- und Verkehrsbranche sowie Provider und die öffentliche Verwaltung sollen zu mehr Verantwortung herangezogen werden. Hierfür plant die EU-Regierung eine zentrale Einrichtung für Cyber-Abwehr, die Notfall- und Abwehrpläne erstellen soll. Die EU-Kommission sieht das Gesetz zur Meldepflicht als unausweichlich, da durch die stetig wachsende Zahl von Angriffen durch Hacker, ausländische Regierungen und extremistische Gruppen eine Selbstregulierung nicht mehr greift. Die Unternehmen befürchten jedoch einen Imageverlust bei Bekanntwerden von Cyberattacken auf ihre Systeme und stehen daher der Meldepflicht kritisch gegenüber. Erst kürzlich eröffnete EU-Kommissarin Cecilia Malmström das European Cybercrime Centre (EC3) in Den Haag.

Update: Der EU-Gesetzesentwurf soll im Laufe des heutigen Donnerstag veröffentlicht werden. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, sind davon rund 15.000 Transportunternehmen, 8.000 Banken, 4.000 Energieversorger und 15.000 Krankenhäuser in den 27 EU-Mitgliedsstaaten betroffen.

Quellen: Spiegel.de, Gulli.com

 

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